#4genderstudies auch in den Wirtschaftswissenschaften

Am 1. Dezember fand an der HTW Berlin die 15. Fachtagung des Ökonominnennetzwerks efas statt, dieses Jahr unter der Überschrift „Geschlecht in der aktuellen Ungleichheitsdebatte“. Dort zeigte sich erneut die Bedeutung, Vielfalt und Brisanz der Geschlechterforschung, hier insbesondere in den Wirtschaftswissenschaften. Die präsentierten Zahlen und Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache. Um nur einige Aspekte zu nennen: Wie Monika Queisser von der OECD berichtete, erhalten Frauen hierzulande im Schnitt 46 Prozent weniger Rente als Männer. Deutschland bildet damit das Schlusslicht aller OECD-Länder. Dabei leisten Frauen in Deutschland täglich 167 Minuten mehr unbezahlte Arbeit, beispielsweise im Pflegebereich. Auch von der Digitalisierung der Arbeitswelt sind Frauen infolge der Segregation auf dem Arbeitsmarkt auf spezifische Art und Weise betroffen. Es zeigt sich: Ohne die Geschlechterforschung würden wichtige Aspekte der sozialen Realität unsichtbar bleiben und sich damit der öffentlichen Wahrnehmung und politischen Bearbeitung entziehen.