CALL: Beiträge für die 20. efas-Fachtagung

CALL

Beiträge zur 20. efas-Fachtagung am 09. Dezember 2022

Krisen, soziale Verwerfungen und Geschlechtergerechtigkeit: Wie gut ist das bundesdeutsche System sozialer Sicherung aufgestellt? 

Wie müsste eine soziale Wirtschaftspolitik aussehen, in der Frauen nicht zu den Verliererinnen der Krisen der Gegenwart werden? Die Corona-Pandemie ist nur das jüngste Beispiel, bei dem eine Krise zu einem Katalysator von Geschlechterungerechtigkeit wurde. Die weiteren aktuellen Krisen lassen erahnen, dass sich Ungleichheiten verhärten und die bestehenden sozialpolitischen Maßnahmen nicht darauf vorbereitet sind: Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in ihren unterschiedlichen Formen auch in Deutschland bemerkbar. Unter den Preissteigerungen leiden insbesondere die niedrigeren Einkommensgruppen und Grundsicherungsempfänger*innen. Und es ist absehbar, dass die neuen Dimensionen von Klima- und Energiekrise diese Belastungen noch verstärken. Zudem dauert die Corona-Pandemie an und das Ausmaß ihrer sozialen Folgen auf den erreichten Stand an Geschlechtergerechtigkeit lässt sich weiterhin nur schwer abschätzen.

Quasi antikonjunkturell zur aktuellen, von ökonomischen und sozialen Unsicherheiten geprägten Situation sind mit der neuen Regierung auch einige sozial- und geschlechterpolitische Verbesserungen versprochen worden. Werden diese mit den aktuellen Krisenereignissen hinfällig, bevor sie auch nur das Stadium des Konzeptionellen erreicht haben? Wo hat der Staat überhaupt Steuerungsmöglichkeiten, um die Auswirkungen der Krisen auf Frauen auszugleichen? Und welche aus einer Geschlechterperspektive relevanten Veränderungen innerhalb der verschiedenen Säulen der sozialen Sicherung sind bereits auf den Weg gebracht worden?

Vortragsbeiträge der efas-Tagung sollten sich deshalb u.a. mit folgenden Fragen beschäftigen:

Wie könnte aktuell eine zukunftsfähige und geschlechtergerechte soziale Sicherung gestaltet werden? Wie sollten die verschiedenen Säulen der Sozialversicherung ausgestaltet werden, damit sie das Ziel der Zukunftsfähigkeit und Geschlechtergerechtigkeit unterstützen? Welche Umgestaltungen innerhalb der verschiedenen Säulen der Sozialversicherung sind angesichts der benannten Krisen aus feministischer Sicht sinnvoll?

Welche Bilanz kann aus den ersten Monaten der Ampel-Regierung gezogen werden? Welche angekündigten oder bereits durchgeführten sozialpolitischen und ökologischen Maßnahmen wurden mit welchen Folgen für die Zukunftsfähigkeit und die Geschlechterverhältnisse umgesetzt? 

Das Ökonominnen-Netzwerk efas lädt alle Interessierten dazu ein, Vortragsideen für die 20. efas-Fachtagung am 09. Dezember 2022 einzureichen. Die Vorträge sollen sich mit einer Analyse des Systems sozialer Sicherung in Deutschland mit Fokus auf ihre zukunftsfähige und geschlechtergerechte Ausgestaltung befassen. Wir freuen uns sowohl über Vorträge, die abgeschlossene Forschungsprojekte präsentieren, als auch über einen Einblick in laufende Projekte in diesem Themenbereich.

Wir bitten alle Interessierten, ihre Vorschläge für Beiträge innerhalb dieses Themengebietes bis zum 02. September einzureichen. Bitte senden Sie ihre Vorschläge via E-Mail an die efas-Geschäftsstelle (max. eine Seite als pdf-Datei).

 

 

Einladung zur efas-Mitgliederversammlung

Einladung zur efas-Mitgliederversammlung

Die diesjährige efas-Mitgliederversammlung wird am 21.02.2022 zwischen 14-15 Uhr online stattfinden. Wir werden uns u.a. mit den geplanten Aktivitäten für das Jahr 2022 beschäftigen. Außerdem werden wir mit der Themensuche für die efas-Jahrestagung beginnen, sowie die efas-Mitgliederentwicklung und den 25. efas-Newsletter vorstellen.

Save-the-date: 19.efas-Jahrestagung am 03.12.2021

Save the Date: 19. efas- Jahrestagung am 03. Dezember 2021

Das efas-Ökonominnen-Netzwerk lädt Sie herzlich zur 19. efas Fachtagung am 03. Dezember 2021 an der HTW Berlin ein. Unter dem Titel:

„Wirtschaftspolitik nach Covid-19: die Geschlechterperspektive“

wird der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen es hätte, wenn Gender ein fester Bestandteil von wirtschaftspolitischen Strategien wäre. Wie geht die Wirtschaftspolitik nach Covid-19 weiter? Welche Ansatzpunkte gibt es für eine geschlechtergerechte Transformation? Wie muss eine zukünftige Familienpolitik gestaltet werden? Welche nachhaltigen geschlechtsspezifischen Auswirkungen hat die Covid-19 Pandemie auf den Arbeitsmarkt?

Als Referentinnen* freuen wir uns besonders auf die Beiträge von u.A. Prof. Dr. Heike Joebges (HTW Berlin), Dr. Elisabeth Klatzer, Prof. Dr. Miriam Beblo (Universität Hamburg) und Dr. Michaela Fuchs (IAB). Das detaillierte Tagungsprogramm folgt demnächst.

Im zweiten Teil der Tagung werden im Rahmen des efas-Forschungsforums ausgewählte wissenschaftliche Forschungsarbeiten aus dem Bereich der feministischen Ökonomie und angrenzenden Disziplinen der Wirtschaftswissenschaften vorgestellt.

Die Fachtagung wird als hybride Veranstaltung konzipiert, was eine Teilnahme in Präsenz (unter Einhaltung der 3G-Regelungen) wie auch eine online Teilnahme ermöglicht.
Falls Sie an der Fachtagung teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 15. November unter efas-netzwerk@htw-berlin.de an mit der Angabe, ob Sie in Präsenz oder online an der Fachtagung teilnehmen möchten.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Das efas-Ökonominnen Netzwerk