PREISTRÄGERINNEN

efas-Nachwuchsförderpreisträgerinnen im Jahr 2015 sind Tina Hundt und Dr. Norma Schmitt

Auf der efas-Fachtagung wurde am 19.12.2015 der Nachwuchsförderpreis (in Memoriam Angela Fiedler) für zwei herausragende Abschlussarbeiten auf dem Gebiet feministischen Ökonomie verliehen. Die beiden Preisträgerinnen sind Tina Hundt (Helmut-Schmidt-Universität Hamburg) mit ihrer diskursanalytischen Bachelor-Arbeit zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Dienst in der Bundeswehr“ und Dr. Norma Schmitt (Europa-Universität Viadrina Frankfurt Oder) mit dem Dissertations-Thema „Gender Stereotypes and individual econonomic Decision-Making“.

Tina Hundt untersuchte die aktuelle Bundeswehr-Kampagne hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Dienst in der Bundeswehr. Frau Hundt analysiert Internetquellen mit Text- und Bildinhalt immer mit dem Blick auf die Imagebildungsmaßnahmen der Bundeswehr zum Thema Vereinbarkeit von Dienst und Familie. Als Ergebnis präsentiert Tina Hundt, dass das wahrgenommene Image einer geschlechtergerechten Bundeswehr durch Veröffentlichungen abgeschwächt wird, weil ein Idealtyp der Kernfamilie, bestehend aus Mann als Soldat mit Frau und Kind repräsentiert wird.

Dr. Norma Schmitt beschäftigte sich in ihrer Dissertation mit dem Einfluss von Stereotypen auf das Entscheidungsverhalten. Ziel der Arbeit, ist es zu analysieren wie individuelle Entscheidungen beeinflusst werden. Die unterschiedlichen Entscheidungspräferenzen von Männern und Frauen sollen das geschlechtsspezifische Verhalten auf dem Arbeitsmarkt und den gender gap erklären. Lesen Sie hier die Präsentation von Dr. Norma Schmitt >

Die Bachelor-Arbeit wurde mit 500,- € und die Dissertation mit 750,- € prämiert.
Hier erfahren Sie mehr über den efas-Nachwuchsförderpreis >

efas Preisverleihung 2015 mit Dr. Christine Rudolf, Tina Hundt, Dr. Norma Schmitt, Prof. Dr. Miriam Beblo (v.l.n.r.)

Dr. Christine Rudolf, Tina Hundt, Dr. Norma Schmitt, Prof. Dr. Miriam Beblo (v.l.n.r.)


efas-Nachwuchsförderpreisträgerinnen im Jahr 2014 sind Dr. Anna Mucha und Dr. Eva Schlenker!

Auf der diesjährigen efas-Fachtagung wurde am 4.12.2014 der Nachwuchsförderpreis (in Memoriam Angela Fiedler) erstmalig an zwei herausragende Dissertationen im Bereich der ökonomischen Frauen- und Geschlechterforschung verliehen. Die beiden Preisträgerinnen sind Dr. Anna Mucha mit Ihrer Arbeit „Strategische Positionierung im nicht-habitualisierten Feld – die mikropolitische Situation von Frauen im technisch-ingenieurwissenschaftlichen Beruf“ und Dr. Eva Schlenker mit „Essays on Occupational Choice“. Anna Mucha untersuchte die Herausforderungen und Handlungsspielräume von Frauen im technisch-ingenieurwissenschaftlichen Berufsfeld aus einer mikropolitischen Perspektive und gelangt zu wichtigen Erkenntnissen für den zukünftigen Umgang mit den Problematiken von Frauen in diesen Berufen. Eva Schlenker beschäftigt ich in ihrer Arbeit mit den Ursachen horizontaler Arbeitsmarktsegregation und Berufswahlprozessen aus drei unterschiedlichen Perspektiven: die Bedeutung der örtlichen Nähe zu den Eltern, die Vererbung der Berufe innerhalb der Familie und die Erwerbsorientierung von Frauen in MINT Berufen. Beide Dissertationen wurden mit je 500,- € prämiert.

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Heidrun Messerschmidt, Patricia Bliemeister, Dr. Eva Schlenker, Prof. Dr. Renate Ortlieb, Dr. Anna Mucha (v.l.n.r.)

Dr. Anna Mucha verfasste Ihre Dissertation an der Universität Hamburg bei Prof. Dr. Daniela Rastetter am Fachbereich Sozialökonomie. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschlechterverhältnisse in Organisationen, Mikropolitik und Techniksoziologie.  Dr. Eva Schlenker promovierte am Lehrstuhl für Statistik und Ökonometrie bei Prof. Dr. Gerhard Wagenhals an der Universität Hohenheim und interessiert sich insbesondere für Arbeitsmarktökonometrie und Geschlechtersegregation.



efas-Nachwuchsförderpreisträgerin im Jahr 2013 ist Dr. Philine Erfurt Sandhu!

Im Dezember 2013 wurde auf der efas-Jahrestagung der Nachwuchsförderpreis (in Memoriam Angela Fiedler) an Dr. Philine Erfurt Sandhu aufgrund der herausragenden Qualität ihrer Dissertation „Persistent Homogeneity in Top Management: Organizational path dependence in leadership selection“ verliehen. In ihrer Arbeit untersucht sie die Auswahlprozesse im Top-Management und damit die Frage, warum dieses nach wie vor (überwiegend) männlich ist. Unter der Verwendung der Methode der Pfadtheorie mit der Ausrichtung auf Frauen- und Geschlechterforschung im wirtschaftswissenschaftlichem Kontext ist ihre Arbeit in hohem Maße spannend und innovativ. Das Preisgeld für die Dissertation beträgt 750 €.

Frau Dr. Erfurt Sandhu erhält die Gelegenheit, ihre Arbeit im kommenden efas-Newsletter vorzustellen.

Prof. Dr. Friederike Maier, Dr. Karin Reichel, Prof. Dr. Gertraude Krell, Dr. Philine Erfurt Sandhu, Prof. Dr. Barbara Sieben, Norma Schmitt (v.l.n.r.)

Frau Dr. Philine Erfurt Sandhu promovierte an der Freien Universität Berlin bei Prof. Dr. Georg Schreyögg, Prof. Dr. Barbara Sieben und Prof. Dr. Gertraude Krell. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Organisation, Führung, Gender und Empirische Methodik (insbesondere qualitative Forschungsmethoden und soziale Netzwerkanalyse). Aktuell ist sie bei der Dahlem Research & Consulting Group assoziiert, einer Ausgründung aus dem Institut für Management der Freien Universität Berlin für selbstständige Beratungs- und Forschungstätigkeiten.

Dr. Philine Erfurt Sandhu stellt ihre Dissertation auf der efas-Jahrestagung am 6. Dezember 2013 dem interessierten Publikum vor.

Kurzpräsentation der Dissertation auf der efas-Jahrestagung 2013:

ErfurtSandhu_efasPreis

Die efas-Nachwuchsförderpreisträgerinnen für das Jahr 2012 sind Gesine Tuitjer und Prof. Anne Busch

Aufgrund der hervorragenden Qualität wurden im Jahr 2012 zwei Abschlussarbeiten für den efas-Nachwuchsförderpreis (in memoriam Angela Fiedler) nominiert. Es wurde eine Masterarbeit sowie zum ersten Mal in der Geschichte des efas-Nachwuchsförderpreises auch eine Dissertation prämiert. Das Preisgeld für die Masterarbeit betrug 500 € und für die Dissertation 750 €.

Beide Autorinnen werden in dem kommenden efas-Newsletter 17 ihre Arbeiten vorstellen.

Moderation zur Preisverleihung (Cornela Schmidt, Wiss. Aussschuss von efas)

Preisverleihung_efas-2012 [PDF, 283 KB]

von links nach rechts: Cornelia Schmidt, Univ.-Prof. Dr. Miriam Beblo, Gesine Tuitjer, Prof. Anne Busch, Prof. Dr. Friederike Maier (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

efas-Nachwuchsförderpreis 2012 für die Masterarbeit von Gesine Tuitjer

Der erste efas-Nachwuchspreis 2012 wurde an Gesine Tuitjer für ihre Masterarbeit an der Universität Osnabrück mit dem Titel: Female Workers in Flexible Markets.“ verliehen. Ihr Erstgutachter war Herr Prof. Dr. Helmut Voelzkow (Universität Osnabrück).

Gesine Tuitjer studierte Europäische Studien an der Universität Osnabrück und schloss ihr Masterstudium mit dem Titel M.A. ab. Zurzeit arbeitet sie am Thünen Institut Braunschweig im Institut für Ländliche Räume.

links nach rechts: Moderatorin Cornelia Schmidt (Wiss. Ausschuss efas), efas-Preisträgerin 2012 Gesine Tuitjer (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

Kurzpräsentation der Masterarbeit auf der efas-Jahrestagung 2012:

EFAS_Preisverleihung-2012-Gesine-Tuitjer [PDF, 155 KB]

efas-Nachwuchsförderpreis 2012 für die Dissertation von Anne Busch

Der zweite efas-Nachwuchsfördepreis wurde an die Soziologin Prof. Anne Busch für ihre Dissertation: Die berufliche Geschlechtersegregation in Deutschland – Ursachen, Reproduktion, Folgen. vergeben. Diese reichte sie an der Philosophischen Fakultät III der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihr Erstgutachter war Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Bernd Wegener (Humboldt-Universität zu Berlin).

Anne Busch studierte Soziologie an der Freien Universität Berlin. Nach Abschluss des Diploms (2007) arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW, Abteilung Soziooekonomisches Panel, in einem Projekt zu Frauen und Männern in Führungspositionen bei PD Dr. Elke Holst. Im Jahr 2008 begann sie ihr Promotionsstudium an der Berlin Graduate School of Social Sciences, mit Forschungsaufenthalten an der Stanford University und der University of Tampere. In ihrer Promotion forschte sie zu Determinanten und Folgen der Geschlechtersegregation auf dem Arbeitsmarkt mit repräsentativen Datensätzen wie dem SOEP und dem Mikrozensus. 2012 schloss sie ihre Promotion mit der Note summa cum laude ab. Ab 2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 882 an der Universität Bielefeld, Teilprojekt A3: „Geschlechtsspezifische Chancendisparitäten im Erwerbsverlauf“ (Projektleiterin: Dr. Katrin Golsch). Am 01. Oktober 2012 trat sie an der Universität Hamburg eine Stelle als Juniorprofessorin W1 für „Soziologie, insbesondere Arbeit, Organisation und Gender“ der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an.

von links nach rechts:  Moderatorin Cornelia Schmidt (Wiss. Ausschuss efas), efas-Preisträgerin 2012 Prof. Anne Busch (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

Kurzpräsentation der Dissertation auf der efas-Jahrestagung 2012:

EFAS_Preisverleihung-2012-Anne Busch [PDF, 94 KB]

Die efas-Nachwuchsförderpreisträgerinnen für das Jahr 2011 sind Luise Görges und Anna Hartmann

Aufgrund der hervorragenden Qualität der Abschlussarbeiten wurden zwei Abschlussarbeiten für den efas-Nachwuchsförderpreis nominiert. Es wurde eine Bachelor- und eine Diplomarbeit mit je 500 € prämiert.

Moderation zur Preisverleihung (Miriam Beblo, Wiss. Aussschuss von efas)

Preisverleihung_efas [PDF, 207 KB]


von links nach rechts: Heidrun Messerschmidt, Sünne Andresen, Luise Görges, Miriam Beblo, Anna Hartmann, Cornelia Schmidt (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

efas-Nachwuchsförderpreis 2011 für die Bachelorarbeit von Luise Görges

Der erste efas-Nachwuchspreis 2011 wurde an die Wirtschaftswissenschaftlerin Luise Görges für ihre Bachelorarbeit an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin mit dem Titel: „Auf (Lohn-)Abstand gehalten – Arme und Prekäre in der flexibilisierten Arbeitsgesellschaft. Ein Beitrag zur Analyse des Arbeitsmarktes aus ökonomischer, soziologischer und Genderperspektive.“ verliehen. Ihr Bachelorstudium schloss sie mit dem Titel B.A. Economics ab. Die exzellente Bachelorarbeit wurde durch den Erstgutachter, Herrn Prof. Dr. Ulf Kadritzke, für den efas-Nachwuchsförderpreis vorgeschlagen.

von links nach rechts: Laudatorin Sünne Andresen (Wiss. Ausschuss efas), efas-Preisträgerin 2011 Luise Görges, Miriam Beblo (Wiss. Ausschuss efas) (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

Kurzpräsentation der Bachelorarbeit auf der efas-Jahrestagung:

Luise_Goerges_Auf Lohnabstand gehalten ( PDF)

Laudatio zur Preisverleihung von Dr. Sünne Andresen (Wiss. Ausschuss von efas): Laudatio Luise Goerges-HP [PDF, 173 KB]

Kurzinformationen zur Person

Luise Görges hat nach dem Abschluss ihres Bachelorstudiums im Studienfach Economics an der HWR Berlin den Masterstudiengang „Ökonomische und Soziologische Studien“ an der Universität Hamburg zwei Semester lang studiert. Zum Zeitpunkt der Preisverleihung war sie dort beurlaubt und studiert an der University of Warwick in England im Masterstudium „Behavioural Economics“. Das Studium schloss sie im September 2012 (M.Sc.) ab. Seit Oktober 2012 ist sie wiss. Mitarbeiterin der Professur VWL, Arbeitsmarkt, Migration und Gender an der Universität Hamburg, Fachbereich Sozialökonomie.

Publikationsauswahl

Görges, Luise (2012): Auf Lohnabstand gehalten. Über die Widersprüche marktliberaler Konzepte in der Arbeitsmarktpolitik, Reihe: sigma elab, edition sigma. ISBN 978-3-8360-1108-2, Link zum Verlag: http://www.edition-sigma.de/index.htm?/Detailshow.php?ISBN=978-3-8360-1108-2

Görges, Luise; Kadritzke, Ulf: Corporate Social Responsibility – vom Reputationsmanagement zum politischen Projekt, in: PROKLA Nr. 164, September 2011, online: http://www.prokla.de/2011/10/07/editorial-prokla-164/.

Görges, Luise; Kadritzke, Ulf (2010): Sag, warum du hier bist. Vom Sinn und Nutzen eines Studium Generale, in: Meyer, Susanne; Pfeiffer, Bernd (Hg.): Die gute Hochschule, Berlin, 203 – 218.

Görges, Luise; Kadritzke, Ulf (2010): Denken als Dienstpflicht, in: Der Tagesspiegel vom 11.10.2010, online: http://www.tagesspiegel.de/wissen/denken-als-dienstpflicht/1953638.html.

Heydenreich, Cornelia; Görges, Luise (2009): Faire Handys im Angebot? Vergleichende Studie zur Unternehmensverantwortung von deutschen und europäischen Mobilfunkanbietern, Berlin/Bonn, online: http://www.germanwatch.org/corp/it-handy09.pdf.

Görges, Luise; Kadritzke, Ulf (2008): Wie wäre es, gebildet zu sein? Erneuerung des Studium Generale an der FHW Berlin, in: Semester Journal FHW Berlin, 2/08, online: http://www.mba-berlin.de/fileadmin/doc/Semesterjournale/SemJour_2008_2.pdf.

efas-Nachwuchsförderpreis 2011 für die Diplomarbeit von Anna Hartmann

Der zweite efas-Nachwuchsfördepreis wurde an die Sozialwissenschaftlerin Anna Hartmann für ihre Diplomarbeit: „Geschichten von Unsichtbarkeit und Sichtbarmachungen. Eine Untersuchung zur unbezahlten Hausarbeit im Fordismus und Postfordismus“ vergeben. Sie studierte an der Leibniz Universität Hannover mit dem Schwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung in der Fächerkombination: Politische Wissenschaft, Soziologie, Sozialpsychologie und Volkswirtschaftslehre. Ihre Erstgutachterin war Frau Prof. Dr. Barbara Duden.

von links nach rechts:  efas-Preisträgerin 2011 Anna Hartmann, Laudatorin Cornelia Schmidt (Wiss. Ausschuss efas) (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

Laudatio zur Preisverleihung von Cornelia Schmidt (Wiss. Ausschuss von efas): Laudatio Anna Hartmann-HP (PDF, 163 KB)

Kurzinformationen zur Person

Ihr Studium schloss sie im Januar 2011 erfolgreich mit der Diplomarbeit ab. Nach Ihrem Studium wohnt und arbeitet sie in Berlin. Seit Herbst 2011 bereitet sie ihr Dissertationsvorhaben im Bereich der Feministischen Politik vor.

Die Dissertation ist in der feministischen Geschlechtertheorie angesiedelt und geht der Frage nach, wie und weshalb sich im Spätkapitalismus, trotz staatlich postulierter Gleichstellung, Geschlechterhierarchien re-/produzieren und inwiefern dies mit der Zuständigkeit von Frauen für Haus- und Sorgearbeit bzw. intersubjektive Arbeit verknüpft ist.

Publikationsauswahl

Hartmann, Anna (2011): Wo bleibt die Hausarbeit? Die Unsichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit in Fordismus und Postfordismus. In: Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften. Heft 292: Care – eine feministische Kritik der politischen Ökonomie? S. 402-407.  Link zum Inhaltsverzeichnis:  Das-Argument-292_Inhalt [PDF]

Anna Hartmann hob die besondere Bedeutung des Preises vor (Auszug aus der Danksagung der Preisträgerin vom 24.11.2011):

„Abschließend möchte ich mich nochmals an das efas-Netzwerk wenden und meinen herzlichen Dank aussprechen, dass ich für meine Diplomarbeit den efas-Nachwuschförderpreis erhalte. Der Preis bedeutet mir nicht nur sehr viel, weil er mir etwas für meine Arbeit zurück gibt und die Form und den Standpunkt meiner Arbeit auszeichnet, sondern weil das efas-Netzwerk mit der Auszeichnung meiner Arbeit das Thema der Haus- und Sorgearbeit aufgreift und damit m.E. auch sichtbar macht. Damit hat der Preis für mich nicht nur eine nachwuchsfördernde, sondern eindeutig auch eine politische Dimension. Was mich sehr freut. Herzlichen Dank!“

Auch in dem in Kürze erscheinenden efas-Newsletter 16 schließt Frau Hartmann ihren Beitrag mit den Worten: „…Abschließend möchte mich nochmals bei den Feministinnen des efas-Netzwerks für die Auszeichnung meiner Arbeit bedanken. Denn mit der Auszeichnung unterstützt das Netzwerk nicht nur das Anliegen meiner Arbeit, die Unsichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit erneut in den Mittelpunkt feministischer Debatten zu stellen, sondern macht gleichsam selbst das Thema der unbezahlten Hausarbeit ein Stückweit sichtbarer.“

Beide Autorinnen haben in dem efas-Newsletter 16 ihre Arbeiten vorgestellt.

Die efas-Nachwuchsförderpreisträgerin für das Jahr 2010 ist Julia Schimeta

Auf der 8. efas-Jahrestagung am 25. November wurde der  efas-Preis an Julia Schimeta verliehen. Ihre exzellente Magisterarbeit zum Thema „Betriebliche Gleichstellungspolitik im internationalen Vergleich. Konzepte und Entwicklungen in Deutschland und den USA“ wurde an der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) eingereicht. Die Betreuerin und Erstgutachterin Frau Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel (HUB) hob die gleichstellungspolitische Relevanz der Arbeit hervor, die auch in der Laudatio von Dr. Sünne Andresen (efas) unterstrichen wurde. Ihre Arbeit wurde mit einer Urkunde und einem Preisgeld von 500 € gewürdigt.

von links nach rechts: Prof. Dr. Friederike Maier, Julia Schimeta, Heidrun Messerschmidt, Dr. Sünne Andresen (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

Präsentation & Moderation zur Preisverleihung (Heidrun Messerschmidt):

Moderation_Präsentation_efas-Preis_2010[PDF, 123 KB]

Laudatio zur Preisverleihung (Dr. Sünne Andresen):

Laudatio_Preisverleihung an Julia Schimeta_2010 [PDF, 73 KB]

Die Zusammenfassung und Präsentation der zentralen Aussagen ihrer Magisterarbeit, die Frau Schimeta im feierlichen Rahmen der Preisverleihung vorgestellt hat, kann hier heruntergeladen werden.

Präentation der Magisterarbeit auf der efas-Jahrestagung:

Betriebliche_Gleichstellungspolitik_im_internationalen_Vergleich_Julia_Schimeta [PDF, 173  KB]

Die Arbeit rekurriert auf der Schnittstelle von Geschlechterforschung und Personalwirtschaft. Die Laudatorin Dr. Sünne Andresen begründet den überzeugenden Analyseansatz und das methodische Herangehen als Alleinstellungsmerkmal dieser Magisterarbeit. Die kritische Einschätzung der Gleichstellungspolitiken und -instrumente in der deutschen Privatwirtschaft beruht u. a. auch auf den fehlenden verbindlichen Regelungen/gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Gleichstellung, deren Umsetzung Julia Schimeta und die Laudatorin unisono skeptisch sehen. Einen Gestaltungsspielraum für die Realisierung könnte das Antidiskriminierungsgesetz bilden.

Auszug aus der Danksagung der Preisträgerin am 25. November 2010: „Diese Auszeichnung verstehe ich als Anerkennung für die Leistung meiner Abschlussarbeit und als Bestätigung der Themenwahl. Diese bestärkt mich auch, in meiner Dissertation weiterhin Gender Themen zu erforschen und weiterhin gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf aufzudecken. Diese Auszeichnung ist hierbei ein ganz besonderer Ansporn.“

Informationen zur Person:

Julia Schimeta schloss ihr Magisterstudium der Gender Studies und Kunstgeschichte im März 2009 ab. Sie hat als studentische Hilfskraft an der Publikation des DIW, dem Führungskräfte-Monitor 2001-2006 mitgearbeitet (Link zur Publikation: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/F_C3_BChrungskr_C3_A4fte-Monitor-Band_207,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf).

Des Weiteren war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hertie School of Governance tätig, wo sie in einem Projekt arbeitete, in dem der 2. Erfahrungsbericht zum Bundesgleichstellungsgesetz und der 5. Bericht der Bundesregierung zur Beteiligung der Geschlechter in Gremien in der Bundesverwaltung evaluiert wurden. Die Ergebnisse wurden im Bundestag präsentiert.

Frau Schimeta ist seit April 2010 Promotionsstudentin an der HUB mit einem Promotionsstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung. Ihr Promotionsvorhaben mit dem Arbeitstitel „Gleichstellung in öffentlichen Betrieben“ wird durch Frau Prof. Dr. Hildegard Maria Nickel betreut. Seit Juli 2011 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am DIW Berlin.

Link zur DIW-Homepage: http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_01.c.74149.de&sprache=de

Aktuelle DIW-Publikationen von Julia Schimeta im Überblick und zum Herunterladen: http://www.diw.de/sixcms/detail.php?id=diw_02.c.290430.de&m=Julia%20Schimeta

Auswahl an Publikationen:

Holst, Elke; Schimeta, Julia (2011): 29 von 906: Weiterhin kaum Frauen in Top-Gremien großer Unternehmen / Krise nicht genutzt: Führungspositionen großer Finanzunternehmen weiter fest in Männerhand. In: Wochenbericht des DIW Berlin, 3/2011: 2-10. http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366825.de/11-3-1.pdf

Holst, Elke; Schimeta, Julia: Krise nicht genutzt: Führungspositionen großer Finanzunternehmen weiter fest in Männerhand. Wochenbericht des DIW Berlin, 3/2011, 12-19. http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.366823.de/11-3.pdf

Holst, Elke; Schimeta, Julia (2009): Nach wie vor kaum Frauen in den Top-Gremien großer Unternehmen. In: Wochenbericht des DIW Berlin Nr. 18/2009: 302-309. http://www.diw.de/documents/publikationen/73/97392/09-18-3.pdf

Schimeta, Julia; Kaykhanidi, Marina (2007): Familienpolitik = Frauenpolitik? Geschlechterpolitische Konzeptionen der Parteien zur Bundestagswahl 2005. In: Scholz, Sylka (Hrsg.): „Kann die das?“ Angela Merkels Kampf um die Macht. Geschlechterbilder und Geschlechterpolitiken im Bundestagswahlkampf 2005. Karl Dietz Verlag Berlin: 44-73. http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/Texte_33.pdf

Die Preisträgerin hat in dem efas-Newsletter 15 ihre Arbeit vorgestellt.

Die efas-Nachwuchsförderpreisträgerinnen für das Jahr 2009 sind Eva-Maria Berendsen und Nicola Schliephake

Im Jahr 2009 fiel die Auswahl besonders schwer, da die thematische Breite der herausragenden Arbeiten besonders weit gefächert war. Die Expertinnenjury entschloss sich, den Preis an zwei prämierungswürdige Arbeiten zu vergeben – an eine Diplomarbeit und an eine Bachelorarbeit. Die feierliche Übergabe der Urkunden erfolgte auf der 7. efas-Jahrestagung am 13. November 2009 an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin.

Link zur Übersicht der begutachteten Arbeiten: Tabelle sortiert nach Disziplin und Abschluss

Link zur Präsentation des efas-Nachwuchsförderpreises auf der Tagung: efas-Nachwuchsförderpreis 2009

von links nach rechts: Nicola Schliephake, Dr. Sünne Andresen, Prof. Miriam Beblo, Eva-Maria Berendsen (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)

efas-Nachwuchsförderpreis 2009 für die Diplomarbeit von Eva-Maria Berendsen

Die Diplom-Politologin Eva-Maria Berendsen hat in ihrer politisch-ökonomisch ausgerichteten Diplomarbeit das Thema „Geschlechterkonstruktionen im Neoliberalismus“ einer kritischen und komplexen feministischen Analyse unterzogen. Die Diplomarbeit wurde am Institut für Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg betreut. Eva-Maria Berendsen arbeitete zum Zeitpunkt der Preisverleihung am Zentrum für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung an der Philipps-Universität Marburg. Seit April 2010 ist sie Promotionsstipendiatin der Rosa_luxemburg-Stiftung. Ihr Dissertationsthema heißt: „Geschlechterpolitische Implikationen des Finanzmarktkapitalismus und seiner Krise“.

Link zum Zentrum für Gender Studies & feminstische Zukunftsforschung

Zu dem Preis äußerste sich Eva-Maria Berendsen wie folgt:

„…Der efas-Preis bedeutet mir einmal inhaltlich sehr viel, weil efas mir als ein Ort erscheint, wo sich Wissenschaftlerinnen kritisch mit ökonomischen Mainstream-Theorien auseinandersetzen können. Diesen Ansatz gilt es nicht zuletzt deshalb zu würdigen, weil feministische Theorie mehr oder weniger in allen Disziplinen ein Anerkennungsproblem durch die Scientific Community hat. Ich hoffe, dass die Arbeit hier aber trotz aller Widerstände fruchtbar und kritisch weiter geht.
Ganz generell ist die Auszeichnung mit dem efas-Nachwuchsförderpreis eine wohltuende Anerkennung für einen sechsmonatigen Arbeitsprozess, der teilweise durchaus qualvoll war. Nun versinken die Ergebnisse der Arbeit nicht in irgendeinem Archiv der Universitätsbibliothek, sondern bekommen eine Bühne, sogar vor einer ExpertInnencommunity.

Nach der Preisverleihung bin ich umso motivierter, mein Promotionsprojekt voran zu treiben. Ich hoffe, der Preis kann dabei als eine Art Starthilfe dienlich sein. Denn der Markt der Promotionsförderungen ist ein Kampffeld, und ich hoffe, der efas-Preis hilft dabei, mein ‚Standing‘ zu verbessern….“

Präsentation der Diplomarbeit auf der efas-Jahrestagung:

Praesentation_Eva-Maria_Berendsen [PDF, 141 KB]

efas-Nachwuchsförderpreis 2009 für die Bachelorarbeit von Nicola Schliephake

Den efas-Nachwuchsförderpreis 2009 erhielt Nicola Schliephake für ihre exzellente Bachelorarbeit „Ist freiwilliges Engagement beeinflussbar? Eine geschlechtsspezifische Analyse der Motivatoren“. Sie hat nach ihrem Bachelorstudium in Business Administration an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin mit dem Studium International Marketing Management begonnen. Den Master wird sie im März 2011 abschließen.

Nach der Preisverleihung beantwortete Frau Schliephake drei Fragen zu dem efas-Preis:

– Was löste die Mitteilung der Nominierung des Preises bei Ihnen aus?

„Die Mitteilung über meine Nominierung löste zunächst Verwirrung, dann große Freude bei mir aus. Natürlich hatte ich mich bewusst um den efas-Preis beworben, aber dass ausgerechnet ich zu den Gewinnerinnen zählen sollte, schien mir einfach unglaublich.“

– Wie erlebten Sie die Preisverleihung?

„Die Preisverleihung war eine tolle Anerkennung meiner wissenschaftlichen Arbeit in ganz besonderer Atmosphäre. Die Vorstellung meiner Arbeit vor diesem besonderen InteressentInnenkreis machte mir die Bedeutung meiner eigenen Recherchen für die aktuelle Forschung deutlich.“

– Was meinen Sie, bedeutet der Preis für Nachwuchswissenschaftlerinnen?

„Der efas-Preis bedeutet für Nachwuchswissenschaftlerinnen sicherlich eine große Ermutigung zu unabhängiger Recherche, zur Analyse geschlechtsspezifischer Fragestellungen und eine tolle Anerkennung für eine der wichtigsten Phasen des Studiums.“

Präsentation der Bachelorarbeit auf der efas-Jahrestagung:

Prasentation_Nicola-Schliephake [PDF, 368 KB]

Beide Preisträgerinnen berichten in dem efas-Newsletter 14 über ihre Arbeiten.

Die erste efas-Nachwuchsförderpreisträgerin für das Jahr 2008 ist die Diplom-Pädagogin Maria Wagner

Sie hat ihre sehr gute Diplomarbeit zu dem Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf – Lebenskonzepte junger Akademikerinnen“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz eingereicht. Die Universitätsprofessorin Dr. Heide von Felden hat die Arbeit begutachtet.

Auszug aus der Dankesrede von Maria Wagner auf der efas-Jahrestagung am 20. und 21. November 2008 an der FHTW Berlin: „Für die Überreichung des ersten efas-Nachwuchsförderpreises möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Dieser Preis bedeutet nicht nur eine Ehrung meiner Diplomarbeit, sondern auch, dass das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ immer mehr Einzug in alle Lebensbereiche wie auch Wirtschaft und Politik hält. Daher macht es mich sehr stolz als erste Preisträgerin vom efas-Ökonominennetzwerk ausgewählt worden zu sein, da sich dieser Zusammenschluss – vertreten von interdisziplinär erfolgreichen Frauen – für geschlechterspezifische Fragen im und auch außerhalb des wirtschaftswissenschaftlichen Kontextes einsetzt. Diesem Netzwerk und seinen Beteiligten gilt meine ganze Anerkennung. Aus persönlicher Sicht hat mir der Preis dazu verholfen, mich für eine Promotion zu entscheiden, um mich intensiver mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Somit sehe ich die Preisverleihung nicht nur als Ehrung, sondern auch als Motivation weiterzumachen.“

Die Preisträgerin hat für den efas-Newsletter Nr. 13 einen Beitrag über ihre Arbeit verfasst.

 

Maria Wagner (Foto durch Anklicken in Vollbildansicht)